Reifenwartung | Mitas

Reifen sind die einzelnen Motorradteile in Kontakt mit der Straße. Die Sicherheit bei Beschleunigung, Bremsen, Steuerung und Kurvenfahrt hängt so von der relativ kleinen Kontaktfläche zwischen dem Reifen und der Fahrbahn ab. Deshalb sollten Reifen während der gesamten Lebensdauer in gutem Zustand erhalten bleiben und dürfen nur von geschulten und sachkundigen Personen ersetzt werden. Verwenden Sie nur die vom Motorrad- oder Reifenhersteller empfohlenen Reifengrößen, Typen und Reifenkonstruktionen, weil ein falscher Reifen das Motorradverhalten, die Fahrtsicherheit und den Reifenverschleiß negativ beeinflussen kann. Lesen und beachten Sie immer zuerst die Anleitungen des Motorradherstellers. Die Lauffläche eines neuen Reifens ist sehr glatt, deswegen wird es empfohlen den Reifen die ersten 100 km vorsichtig einzufahren. Übermäßiges Beschleunigen, Bremsen und Kurvenfahren verkürzt die Lebensdauer des Reifens erheblich.

MOTORRADREIFEN

Achten Sie auf einen ausreichenden Abstand zwischen den einzelnen Motorradteilen (Kotflügel, Gabeln, Antriebskette) und dem auf der Felge montierten Reifen.  

Bei höheren Geschwindigkeiten vergrößern sich die Außendimensionen eines Reifens infolge der Zentrifugalkraft. Bei Diagonalreifen kann diese Vergrößerung noch erheblicher sein, deswegen befolgen Sie die angegebenen Nenngrößen der Reifen. 

Wegen der Gefahr eines Kontakts zwischen dem Reifen und den Motorräderteilen und einer ungleichmäßigen Abnutzung, stellen Sie sicher, dass der Radstand nach der Abnutzung der Antriebskette richtig eingestellt ist.


REIFEN UND FELGE

Bei Rädern mit Speichen verwenden Sie nur die geeigneten Felgenbänder. Die Felgenbänder sind regelmäßig zu überprüfen, weil die hinausragende Speichkopf den Schlauch beschädigen bzw. ihn durchstechen kann. 

Positionieren Sie den Reifen richtig auf die Felge und prüfen Sie ihn regelmäßig. Die gesetzlich vorgeschriebene Profiltiefe in Deutschland beträgt 1,6 mm über mindestens ¾ der Laufflächenbreite. Wir empfehlen jedoch, den Reifen früher zu wechseln, weil abgenutzte Reifen empfindlicher auf Beschädigungen sind und eine schlechtere Straßenhaftung gewährleisten, insbesondere auf nassen Straßen. Beschädigte Reifen können sehr gefährlich sein und sollten sofort ersetzt werden. 

Entfernen Sie sofort die in der Lauffläche eingedrungenen Steine oder Nägel, Diese können die Karkasse durchstoßen und so eine Panne und sogar einen Unfall verursachen. Der Hauptvorteil eines schlauchlosen Reifens besteht darin, dass trotz Durchstoßes mit einem Nagel nicht zu einem plötzlichen Druckverlust kommt. Wenn sich der Fahrer einer Panne nicht bewusst ist und die Fahrt fortsetzt, kann sich der Schaden vergrößern und zu einer gefährlichen Situation führen.  

Beim Reifendruckverlust entfernen Sie den Reifen von der Felge und stellen Sie vor Reparatur die Ursache für den Druckverlust fest. 

Die Reparaturen im Schulter- und Seitenwandbereich sind stark abgeraten.

Auch die Reparaturen der Reifen aus der Geschwindigkeitskategorie P oder höher sind stark abgeraten.

Wiederholte Verwendung eines beschädigten TL Reifens mit einem Schlauch ist nicht erlaubt. 

Der Reifen kann sich bei Kontakt mit Öl oder Fett anders verhalten, daher sollte er mit einem in Benzol getränkten Tuch gereinigt werden. 

MITAS Reifen sind mit einer geringen Massenunwucht gefertigt. Um eine perfekte Auswuchtung zwischen dem Reifen und der Felgenkonstruktion zu erreichen, ist für das Fahren bei höheren Geschwindigkeiten ein zusätzlicher Auswuchtvorgang erforderlich.

Motorräder dürfen nur mit den vom Fahrzeughersteller angegebenen Felgen verwendet werden. Die Verwendung geeigneter Felgen ist wichtig für ein stabiles Fahrverhalten und andere Fahreigenschaften. Wenn der Reifen auf einer zu schmalen oder zu breiten Felge montiert ist, kann dies zur Änderung der Reifenlauffläche führen, was sich negativ auf die Fahreigenschaften auswirkt.

REIFENVERSCHLEIß

Verschiedene Faktoren können zum abnormalen  Reifenverschließ führen:

Ein zu geringer Fülldruck oder Überbelastung können die Lauffläche verformen und zum ungleichmäßigen Verschleiß führen. Es kann zu einer plötzlichen Beschädigung der Karkasse als Folge einer übermäßigen Verformung und eines plötzlichen Druckverlustes kommen. 

Hohe Geschwindigkeit, starkes Beschleunigen und Bremsen.

Temperatur der Fahrbahn (höhere Temperatur führt zu einem höheren Verschleiß).

Rauhe Fahrbahnoberfläche (je gröber die Fahrbahn, desto höher der Verschleiß und folglich auch eine kürzere Lebensdauer). 

Mechanische Unregelmäßigkeiten, wie verformte Felgen, falsche Bremseinstellung, verschlissene Stoßdämpfer, zu großer Abstand zwischen den Reifenlagern usw.  

Nicht ausgewuchtete Rad- Reifenkombination.

Falsche Justierung des Hinterrads oder der Antriebskette beim Reifenwechsel. Jede Umdrehung eines falsch eingestellten Hinterrades verursacht zusätzlichen und ungleichmäßigen Verschleiß der Reifenlauffläche und wirkt sich negativ auf die Fahreigenschaften des Fahrzeugs aus. Dies kann auch zum Verlust der Stabilität während der Fahrt führen.