Anleitungen und Hinweise für Benutzer

Anleitungen und Hinweise für Benutzer

Anleitungen und Hinweise für Benutzer sind Bestandteil der Garantie- und Reklamationsbedingungen bzw. der Allgemeinen Geschäftsbedingungen für MITAS Motorrad- und Motorrollerreifen und Schläuche

  • Reifen sind die einzelnen Motorradteile in Kontakt mit der Straße. Die Sicherheit bei Beschleunigung, Bremsen, Steuerung und Kurvenfahrt hängt so von der relativ kleinen Kontaktfläche zwischen dem Reifen und der Fahrbahn ab. Deshalb sollten Reifen während der gesamten Lebensdauer in gutem Zustand erhalten bleiben, und dürfen nur von geschulten und sachkundigen Personen ersetzt werden.
  • Verwenden Sie nur die vom Motorrad- oder Reifenhersteller empfohlenen Reifengrößen, Typen und Reifenkonstruktionen, weil ein falscher Reifen das Motorradverhalten, die Fahrtsicherheit und den Reifenverschleiß negativ beeinflussen kann. Lesen und beachten
  • Sie immer zuerst die Anleitungen des Motorradherstellers.
  • MITAS Reifen für Motorräder dürfen nur an Motorrädern montiert werden. Die Verwendung dieser Reifen an einem anderen Fahrzeug könnte gefährlich sein. Für weitere Empfehlungen zur Reifenmontage wenden Sie sich bitte an Trelleborg Wheel Systems Czech Republik a.s. oder Trelleborg Slovenija, d.o.o. Die Lauffläche eines neuen Reifens ist sehr glatt, deswegen wird es empfohlen den Reifen die ersten 100 km vorsichtig einzufahren.
  • Die Lauffläche eines neuen Reifens ist sehr glatt, deswegen wird es empfohlen den Reifen die ersten 100 km vorsichtig einzufahren.
  • Fahren Sie vorsichtig. Übermäßiges Beschleunigen, Bremsen und Kurvenfahren verkürzt die Lebensdauer des Reifens erheblich.
     

HINWEISE ZUR REIFENMONTAGE

SCHLAUCHREIFEN

Montageverfahren:


  • Beim Reifenwechsel ist auch einen neuen Schlauch zu verwenden.
  • Die Felgen sollten sauber und in einem guten Zustand.
  • Prüfen Sie den Zustand der Felge und des Felgenbandes. Wenn nötig, ersetzen Sie das Felgenband.
  • Füllen Sie den Schlauch ein wenig.
  • Positionieren Sie den Reifen, beachten Sie dabei die ROTATION Kennzeichnung für die Laufrichtung auf der Seitenwand.
  • Montieren Sie den Reifen mittels Spezialwerkzeugs (beim Ventil beenden). Die Montage kann mittels Montagepaste erleichtert werden.
  • Füllen Sie den Reifen bis zum Fülldruck 3,5 bar und prüfen Sie die Position des Reifenwulstes. Wenn die Lage nicht richtig ist, lassen Sie die Luft aus dem Schlauch ab und korrigieren Sie die Position vom Schlauch und Reifenwulst. Wiederholt füllen Sie den Schlauch bis der Reifenwulst richtig auf der Felge sitzt.
  • Passen Sie den Reifendruck bis zum vom Motorradhersteller empfohlenen Wert an.


Demontageverfahren:

  • Entfernen Sie den Ventileinsatz und lassen Sie die Luft aus dem Reifen vollkommen ab.
  • Schieben Sie beide Reifenwülste von der Felge weg.
  • Mittels Spezialwerkzeugs nehmen Sie den Reifen von der Felge ab.


SCHLAUCHLOS REIFEN

Montageverfahren:

  • Beim Reifenwechsel ersetzen Sie auch das Ventil.
  • Die Felgen sollten sauber und guterhalten sein.
  • Streichen Sie die Felge und die Reifenwülste mit Montagepaste an.
  • Positionieren Sie den Reifen, dabei beachten Sie die ROTATION Kennzeichnung für die Laufrichtung auf der Seitenwand.
  • Montieren Sie den Reifen mittels Spezialwerkzeugs (beim Ventil beenden).
  • Pumpen Sie den Reifen auf bis der Reifenwulst richtig in den Felgensitz anliegt (dass er über den Hump auf der Felge gleitet) und dann weiter mindestens bis zum Druck von 3,5 bar, um ein dichtes Aufliegen des Reifens auf der Felge zu sichern (empfohlen ist, den Reifen ohne Ventileinsatz aufzupumpen).
  • Passen Sie den Reifendruck bis zum vom Motorradhersteller empfohlenen Wert an.

Demontageverfahren:

  • Das Verfahren ist gleich wie bei Schlauchreifen.


ANLEITUNGEN ZUR LAGERUNG

  • Gelagerte Reifen dürfen nicht belastet, gequetscht oder gestreckt werden, da dies zu dauerhaften Verformungen der Reifen führen kann.
  • Bei einer kurzfristigen Lagerung (bis zu 4 Wochen) dürfen die Reifen horizontal bis zu einer Höhe von 1,5 m aufeinander gelagert werden, jedoch nur, wenn ein Tragekarton in Reifen eingesetzt wird.
  • Bei langfristiger Lagerung sollten die Reifen in vertikaler Position gelagert und einmal pro Monat leicht umgedreht werden.
  • Die Reifen sollten bei Temperatur unter 25 °C, noch besser unter 15 °C, gelagert werden. Bei höheren Temperaturen sind Verformungen wahrscheinlicher. Ein direkter Kontakt mit Hitze, Heizkörpern oder heißen Rohren sollte verhindert werden. Niedrige Temperaturen können sich negativ auf die Reifen auswirken. Kalte Reifen sollten vor Gebrauch auf 25°C erwärmt werden.
  • Die Reifen sollten in ozonfreien Räumen gelagert werden (entfernt von Elektromotoren und anderen Elektrogeräten, die Funken erzeugen bzw. andere Entladungen verursachen können, was zur Entstehung bzw. Erhöhung der Ozonkonzentration im Raum führt) und in Räumen, die frei von Sauerstoff und chemischen Substanzen, wie z.B. Kraftstoffe, Fette, Chemikalien, Säure oder Desinfektionsmittel, sind.
  • Die Reifen nicht in der Nähe von scharfen Gegenständen (scharfe Metallteile, Holzteile oder andere scharfe Gegenstände), die die Gummioberfläche beschädigen könnten, lagern.

FARBIGE REIFEN

  • Bei Lagerung von farbigen Reifen müssen die allgemeinen Lagerbedingungen berücksichtigt werden. Darüber hinaus sollte berücksichtigt werden, dass eine farbige Seitenwand hochempfindlich gegen Schmutz und direkte Sonneneinstrahlung ist. Aus diesem Grund sollten Reifen in Folie gewickelt und in einem dunklen Raum gelagert werden.


WEITERE ANWEISUNGEN, HINWEISE UND TECHNISCHE INFORMATIONEN

REIFENWARTUNG

REIFENDRUCK

  • Es ist wichtig, den vorgeschriebenen Reifendruck konstant zu halten. Das Fahren mit ungenügend gefüllten Reifen kann sehr gefährlich sein. Im ungenügend gefüllten Reifen erhöht sich die Temperatur, was zur plötzlichen Zerstörung des Reifens führen kann. Reifendruck bestimmt auch die Lebensdauer eines Reifens. Der richtige Fülldruck garantiert eine maximale Kilometerleistung samt zufriedenstellender Stabilität, Fahrkomfort und Straßenhaftung. Infolge des Fülldrucks behält der Reifen seine Form. Ein zu geringer Fülldruck oder unsachgemäße Montage beschleunigen den Reifenverschleiß und belasten die Reifenkarkasse zusätzlich. Ein zu hoher Fülldruck kann Verschleiß im zentralen Teil der Lauffläche verursachen, besteht aber auch Gefahr der Bildung von Rissen in der Lauffläche.
  • Entnehmen Sie die Reifendrücke aus dem Handbuch für Ihr Motorrad.
  • Der vorgeschriebene Fülldruck ist als minimaler Fülldruck zu behalten. Für eine schnellere Fahrt erhöhen Sie den Druck um 0,2 bar; wenn Sie mit viel Gepäck fahren, erhöhen Sie den Fülldruck im Hinterreifen um 0,2 bar.
  • Wenn der Reifendruck bei heißen Reifen eingestellt wird, sollte der Wert um mindestens 0,2 bar bis 0,3 bar den angegebenen Wert überschreiten (wiederholt prüfen bzw. den Fülldruck anpassen, wenn die Reifen kalt sind).
  • Prüfen Sie den Fülldruck mit einem kalibrierten Manometer mindestens einmal pro Woche, wenn der Reifen kalt ist, und auch vor jeder längeren Reise.
  • Der Druck steigt wenn der Reifen heiß ist, und sinkt, wenn der Reifen kalt ist. Der Fülldruck kann auch sinken, wenn der Ventileinsatz nicht gut sitzt oder abgenutzt ist.
  • Prüfen Sie den Ventileinsatz, schrauben Sie ihn zu oder ersetzen Sie ihn, falls erforderlich.
  • Bringen Sie immer die Ventilkappe auf (festschrauben), weil sie als eine Dichtung funktioniert und das Eindringen vom Staub verhindert.
  • Bei schlauchlosen Reifen ist auch das Ventil zu warten bzw. bei der Montage eines neuen Reifens zu ersetzen.
  • Beim Wechsel eines Schlauchreifens (Montage mit Schlauch) verwenden Sie neue Schläuche. Während des Gebrauchs dehnen sich die Schläuche. Der wiederholte Einsatz eines schon ausgedehnten und somit dünnen Schlauchs kann einen Reifendurchstoß und einen plötzlichen Druckverlust zur Folge haben, was die Fahrzeugstabilität verschlechtern und einen Sturz verursachen kann. Wir empfehlen Ihnen, mit Mitas Reifen auch Mitas Schläuche zu verwenden.


MOTORRADREIFEN

  • Achten Sie auf einen ausreichenden Abstand zwischen den einzelnen Motorradteilen (Kotflügel, Gabeln, Antriebskette) und dem auf der Felge montierten Reifen.
  • Bei höheren Geschwindigkeiten vergrößern sich die Außendimensionen eines Reifens infolge der Zentrifugalkraft. Bei Diagonalreifen kann diese Vergrößerung noch erheblicher sein, deswegen befolgen Sie die angegebenen Nenngrößen der Reifen.
  • Wegen der Gefahr eines Kontakts zwischen dem Reifen und den Motorräderteilen, und einer ungleichmäßigen Abnutzung, stellen Sie sicher, dass der Radstand nach der Abnutzung der Antriebskette richtig eingestellt ist.


REIFEN UND FELGE

  • Bei Rädern mit Speichen verwenden Sie nur die geeigneten Wulstbänder. Die Wulstbänder sind regelmäßig zu warten, weil die hinausragende Speichkopf den Schlauch beschädigen bzw. ihn durchstechen kann.
  • Positionieren Sie den Reifen richtig auf die Felge und prüfen Sie ihn regelmäßig. Die gesetzlich vorgeschriebene Profiltiefe in Slowenien beträgt 1 mm (in Deutschland 1,6 mm) über mindestens ¾ Laufflächenbreite. Wir empfehlen jedoch, den Reifen früher zu wechseln, weil abgenutzte Reifen mehr empfindlich auf Beschädigungen sind und eine schlechtere Straßenhaftung gewährleisten, insbesondere auf nassen Straßen. Die beschädigten Reifen können sehr gefährlich sein und sollten sofort ersetzt werden.
  • Entfernen Sie sofort die in der Lauffläche eingedrungenen Steine oder Nägel, weil sie die Karkasse durchstoßen, eine Panne und sogar einen Unfall verursachen können. Der Hauptvorteil eines schlauchlosen Reifens besteht darin, dass trotz Durchstoßes mit einem Nagel nicht zu einem plötzlichen Druckverlust kommt. Wenn sich der Fahrer einer Panne nicht bewusst ist und die Fahrt fortsetzt, kann sich der Schaden vergrößern und zu einer gefährlichen Situation führen.
  • Beim Reifendruckverlust entfernen Sie den Reifen von der Felge und stellen Sie vor Reparatur die Ursache für den Druckverlust fest.
  • Die Reparaturen im Schulter- und Seitenwandbereich sind stark abgeraten.
  • Auch die Reparaturen der Reifen aus der P oder einen höheren Geschwindigkeitskategorie sind stark abgeraten.
  • Die Reparaturen der Radialreifen (oder eines Teils des Radialreifens) sind stark abgeraten.
  • Wiederholte Verwendung eines beschädigten TL Reifens mit einem Schlauch ist nicht erlaubt.
  • Der Reifen kann sich bei Kontakt mit Öl oder Fett anders verhalten, daher sollte er mit einem in Benzol getränkten Tuch gereinigt werden.
  • MITAS Reifen sind mit einer geringen Massenunwucht gefertigt. Um eine perfekte Auswuchtung zwischen dem Reifen und der Felgenkonstruktion zu erreichen, ist für das Fahren bei höheren Geschwindigkeiten ein zusätzlicher Auswuchtvorgang erforderlich.
  • Motorräder dürfen nur mit den vom Fahrzeughersteller angegebenen Felgen verwendet werden. Die Verwendung geeigneter Felgen ist wichtig für ein stabiles Fahrverhalten und andere Fahreigenschaften. Wenn der Reifen auf einer zu schmalen oder zu breiten Felge montiert ist, kann dies zur Änderung der Reifenlauffläche führen, was sich negativ auf die Fahreigenschaften auswirkt.


REIFENVERSCHLEIß

Verschiedene Faktoren können zum abnormalen Reifenverschleiß führen:

  • Ein zu geringer Fülldruck oder Überbelastung können die Lauffläche verformen und zum ungleichmäßigen Verschleiß führen. Es kann zu einer plötzlichen Beschädigung der Karkasse als Folge einer übermäßigen Verformung und eines plötzlichen Druckverlust kommen.
  • Hohe Geschwindigkeit, starkes Beschleunigen und Bremsen.
  • Temperatur der Fahrbahn (höhere Temperatur führt zu einem höheren Verschleiß).
  • Grobe Fahrbahn (je grober die Fahrbahn, desto höher der Verschleiß und folglich auch die kürzere Lebensdauer).
  • Mechanische Unregelmäßigkeiten, wie verformte Felgen, falsche Bremseinstellung, verschlissene Stoßdämpfer, zu großer Abstand zwischen den Reifenlagern usw.
  • Nicht ausgewuchtete Rad- Reifenkombination.
  • Falsche Justierung des Hinterrads oder der Antriebskette beim Reifenwechsel. Jede Umdrehung eines falsch eingestellten Hinterrades verursacht einen zusätzlichen und ungleichmäßigen Verschleiß der Reifenlauffläche und wirkt sich negativ auf die Fahreigenschaften des Fahrzeugs aus Dies kann auch zum Verlust der Stabilität während der Fahrt führen.


TECHNISCHE INFORMATIONEN

GRUNDBEGRIFFE

  • M/C - Reifen für Motorräder. Zur Montage auf Motorradfelgen, die sich im Felgenschulterdurchmesser von PKW- und Nutzfahrzeugfelgen mit der gleichen Bezeichnung unterscheiden.
  • MOPED-Reifen für Motorräder, die eine Geschwindigkeit von 50 km/h oder weniger erreichen.
  • MST-Reifen für Spezialmotorräder mit einem breiteren Profil als vergleichbare Abmessungen mit der gleichen Bezeichnung.
  • NHS-Reifen für Motorräder für Fahren im Gelände. Ihre Verwendung auf öffentlichen Straßenbelägen ist nicht erlaubt (ohne Straßenzulassung).
  • M+S-Reifen für Matsch und Schnee (Winterreifen).
  • PR - bezeichnet verschiedene Versionen (Tragfähigkeitskennzahl/Reifendruck) von Reifen mit der gleichen Größenbezeichnung.
  • REINF - Motorradreifen für Belastungs- und Fülldruckwerte, die den Standardwerten überschreiten.
  • TUBELESS/SCHLAUCHLOS - Reifen, die speziell für die Montage ohne Schlauch auf geeigneten Felgen konzipiert wurden.
  • TUBETYPE/SCHLAUCH - Reifen, die speziell für die Montage mit einem Schlauch konzipiert wurden.


BESTANDEILE DER REIFEN

Seit dem Bau des ersten Motorrads vor hundert Jahren, wurden spezielle Reifen für Motorräder entworfen. Schon Jahrzehnte ist die Entwicklung von Reifen bemerkenswert. Es gibt verschiedene Reifentypen, die sich je nach Grundbauart und Aussehen unterscheiden. Das Aussehen und die Bauart hängen vom Motorradtyp ab. Abgesehen davon, ob es sich um Roller-, Enduro- oder Straßenreifen handelt, sind sie alle aus folgenden Bestandteilen zusammengesetzt:

  • der obere Teil, der in Kontakt mit der Straßenoberfläche kommt. Das Profil und die Gummimischung gewährleisten den guten Grip auf der Straße oder im Gelände sowie die Wasserverdrängung a. Die Haftung hängt von der Gummimischung ab. In der Regel hat der Reifen aus einer weicheren Mischung einen besseren Haftung und eine kürzere Lebensdauer, während der Reifen aus einer härteren Mischung weniger Haftung aufbaut und eine längere Lebensdauer hat.
  • Auf der Seitenwand werden alle wichtige Daten aufgeführt: Geschwindigkeitssymbol, Tragfähigkeitskennzahl, Name des Reifens, Hersteller, Herkunftsland, ECE-Homologierungs-Nr. und andere. Während der Fahrt überträgt die Seitenwand die Seitenkräfte, dämpft die Schwingungen und verhindert die Reifenverformungen.
  • Karkasse (Festigkeitsträger) ist der tragende Teil des Reifens, der seine Kontur unabhängig von den während der Fahrt auftretenden Kräften hält. Sie kann aus zwei oder mehreren Kordeinlagen bestehen. Der Kord kann aus Viskose, Nylon, Polyester oder Kevlar gefertigt werden, einzelne Teile der Karkasse können auch stahlverstärkt sein.
  • Reifenwulst - sorgt für eine dichte Verbindung mit der Felge und verhindert Bewegung des Reifens auf der Felge. Er besteht aus einem Drahtkern mit mehreren Schichten aus gummiertem Kord gefertigt, die um den Drahtkern gewickelt sind. Auf diese Weise erhält der Reifen im Wulstbereich die erforderliche Stabilität. Er steuert die Beschleunigungs- und Bremskräfte und überträgt diese aufs Fahrwerk. Bei schlauchlosen Reifen verhindert der Reifenwulst den Druckverlust.


REIFENKONSTRUKTIONEN

In Bezug auf den Typ der Karkasse können die Reifen wie folgt unterteilt werden:

  • Diagonalreifen mit der längsten Tradition und weit verbreitet auf dem Markt. Die Karkasse eines Diagonalreifens besteht aus zwei oder mehr Textilkordlagen (Rayon, Nylon, Polyester), die in einem bestimmten Winkeln gekreuzt sind. Diagonalreifen sind die richtige Wahl für kleinere Motorräder mit geringerem Hubraum, Roller und ältere Motorrädermodelle, deren Fahrwerke den Diagonalreifen angepasst ist.
  • Diagonal-Gürtelreifen sind eigentlich Diagonalreifen mit einem verstärkten Diagonalgürtel unter der Lauffläche. Diese Reifen sind mit dem Buchstaben B (Diagonal-Gürtelreifen) bezeichnet, z.B. 130 / 90B15. Sie sind ideal für Motorräder mit höherem Hubraum, deren Fahrwerke nicht den Radialreifen angepasst ist und erfordert stärkere Reifen.
  • Radialreifen haben eine Karkasse mit einer Kordeinlage, die unter einem Winkel von 90° in Fahrtrichtung gelegt ist. Zur Stabilisierung der Reifenlauffläche werden die Verstärkungsgürtel aus Kord über der Karkasse gelegt. Radialreifen sind die richtige Wahl für Motorräder mit höherem Hubraum, da sie starke Kräfte, die beim Beschleunigen, Bremsen und Kurvenfahren entstehen, auf die Straße übertragen müssen. Radialreifen haben viele Vorteile, vor allem die Fähigkeit, hohe Geschwindigkeiten zu erreichen. Aufgrund einer Zentrifugalkraft steigt die Temperatur im Reifen, was zu Beschädigung des Reifens, Verschlechterung des Reifengrips und Erhöhung des Reifenverschleißes führen kann. Die radiale Bauart beseitigte fast alle Nachteile der Diagonalreifen. Das Verhalten eines Reifens unter im Grenzbereich ist besser vorhersehbar.
  • Bei stahlkordverstärkten Radialreifen ist zusätzlicher Stahlkord unter der Lauffläche verbaut. Das Endergebnis ist eine steifere Karkasse, die eine optimale Fahrleistung mit zunehmendem Verschleiß eines Reifens und auch während seiner gesamten Lebensdauer gewährleistet.


GESCHWINDIGKEITSINDEX

Der Geschwindigkeitsindex gibt die maximal zulässige Geschwindigkeit eines Reifens mit der in der Tragfähigkeitskennzahl angegebenen Belastung und in den von MITAS bestimmten Fahrbedingungen an.
Die Geschwindigkeiten sind auf www.mitas-moto.com aufgeführt und gelten für Reifen in gutem Zustand, ordnungsgemäß aufgepumpt, mit zulässiger spezifischer Belastung und auf geeigneten Felgen montiert. Die in der Tabelle aufgeführten Geschwindigkeiten sind die höchsten zulässigen Geschwindigkeiten und sollten nicht als normale Geschwindigkeiten betrachtet werden.


TRAGFÄHIGKEITSKENNZAHL

Die Tragfähigkeitskennzahl ist der numerische Code, der für die maximal zulässige Belastung (außer für Belastungen bei Geschwindigkeiten über 210 km / h) bei mit dem Geschwindigkeitsindex gekennzeichneten Geschwindigkeiten und in den von MITAS bestimmten Fahrbedingungen steht. Beim Reifenwechsel stellen Sie sicher, dass der Geschwindigkeitsindex und die Tragfähigkeitskennzahl der neuen Reifen gleich oder höher sind, wie vom Motorradhersteller angegeben.

Mitas wünscht Ihnen eine angenehme, sichere und komfortable Fahrt mit Ihrem Motorrad.